Donnerstag, 21. Januar 2010

Linux und Windows zusammen betreiben, ohne den MBR zu ändern

Dies gelingt durch Verwendung von Grub4Dos (Version 0.4.4).

1. Windows-XP

In der Binär-Distribution ist eine Version von Grub vorhanden (grldr), die vom Bootmanager von Windows-XP geladen werden kann und mit NTFS-Dateisystemen zurecht kommt. Die Datei grldr muss nach meiner Erfahrung auf C: liegen.

Ziel ist es, Linux auf einem Rechner zu booten, auf dem Windows-XP oder Windows7 normal in der Partition C: installiert wurde, ohne den Master Boot Record (MBR) zu verändern. Dies kann politisch von Vorteil sein.

Vorsicht: Grub4Dos funktioniert gut, nummeriert aber die Partitionen ausgehend von 0, nicht wie Grub2 von 1 (Grub2 ist der Standard-Bootmanager von Ubuntu ab Version 9.10. Soviel ich gelesen habe, kann Grub2 noch nicht mit NTFS-Dateisystemen umgehen).

Der Aufbau des Grub4Dos-Bootmenüs wird durch eine Datei menu.lst gesteuert, deren Aufbau an den der Steuerdatei von Grub1 erinnert. Grub1 war der Standard-Bootmanager von Ubuntu vor Version 9.10. Es gibt ein aussagekräftiges Beispiel in der Distribution.

Der Einbau in den Windows-XP-Bootmanager gelingt wie gehabt durch Editieren von c:\boot.ini .

2. Vista und Windows 7

Unter Windows 7 und Vista muss man den Inhalt einer binären Datenbank (BCD) verändern. Weiterhin muss man für das Laden der Datei grldr.mbr sorgen, die wiederum grldr lädt und im gleichen Verzeichnis (bei mir c:\) finden muss.

Ich bin mit EasyBCD-1.7.2 (heruntergeladen vom Heise/c't-Server) gescheitert. Das Editieren der Datenbank hätte wohl für sich geklappt, aber vielleicht war das von EasyBCD verwendete Neogrub (Grub4Dos-Variante) zu alt für meine große Linux-Partition und nicht mit dem ext4-Dateisystem unter Ubuntu 9.10 kompatibel.

Ich musste mich doch mit dem recht sperrigen Kommandozeilenprogramm bcdedit auseinandersetzten, das zum Lieferumfang von Windows 7 bzw. Vista gehört. Allerdings war es faktisch kaum sperriger als das etwas verwirrende EasyBCD, dessen Anzeige man erst trauen konnte, wenn man es nach einer Editoperation neu gestartet hat.

Eine funktionierende Anleitung mit Beispielzeilen für bcdedit und Grub4Dos ist zum Glück leicht im Grub4Dos-Tutorial zu finden. Nach dem sinngemäßen Anwenden der Beispielinformationen war dann auch unter Windows7 der Booteintrag für Grub4Dos-0.4.4 nach kurzer Zeit funktionsfähig. Da ich schon im Prinzip richtige von EasyBCD erstellte Einträge vorfand, ist mein tatsächliches Vorgehen von dem im Tutorial abgewichen.

Es bleibt das Rücksetzen des MBR zu behandeln. Ich habe ich mir dazu vom Heise-Server mbrfix.zip herunter geladen. Die Anwendung des Programms funktionierte problemlos unter Windows 7 und XP. Das ZIP-Archiv enthält auch eine ausführliche Anleitung.

Mittwoch, 22. April 2009

[Solved] Google Earth 5.x Fonts ugly under ubuntu

Installieren von qt4-config

per

apt-get install qt4-qtconfig

und dann nicht gerade tahoma als Font auswählen, auch den Font etwas größer wählen.
Danach ist Googleearth geheilt.

Verwirrend ist, dass die Einstellungen nach jedem Aufruf von qt4-config im UI zurückgesetzt sind.

Dienstag, 17. Februar 2009

IP-Adresse von Windows-Rechnern mit Freigaben herausfinden

Normalerweise haben Windows-Rechner keine feste IP-Adresse.

Von einem Linux-Rechner aus tippt man einfach

nmblookup

Unter Windows geht das irgendwie mit

nbtstat

oder einem Scanner wie ipscan. Das muss ich aber erst einmal daheim ausprobieren.

Donnerstag, 12. Februar 2009

pdf dateien (unter Linux) ohne acrobat zusammenstellen

Manches geht in einem Terminal am einfachsten:

gs -q -sPAPERSIZE=A4 -dNOPAUSE -dBATCH -sDEVICE=pdfwrite -sOutputFile=out.pdf in1.pdf in2.pdf in3.pdf ...

Montag, 2. Februar 2009

Tahoma auch unter Linux

Unter dem Windows-Explorer sind Verzeichnisinformationen IMO leichter zu lesen als unter Linux mit den dort üblichen Standard-Fonts.

Abhilfe:

Tahoma nach der Anleitung auf http://www.sharpfonts.com/ installieren und z.B. unter Kubuntu das Subpixel-Hinting auf "Systemeinstellungen" zurücksetzen.

Donnerstag, 26. Juni 2008

convmv ist ein kleines Komandozeilen-Programm um Dateinamen von einem Zeichensatz in einen anderen zu konvertieren. Ausserdem kann es sehr bequem Dateinamen in Groß- bzw. Kleinschreibung ändern.

Homepage: http://www.j3e.de/linux/convmv/

Dokumentation: http://www.j3e.de/linux/convmv/man/

Lizenz: GPL

Freitag, 22. Februar 2008

DVD erstellen unter Linux

Es geht darum, mit der Dreambox aufgenommene Video-Dateien so auf eine DVD zu bringen, dass diese DVD in einfachen Abspielgeräten verwendbar ist.

Diese Zeilen sollen vor allem mein Knowhow konservieren. Es kommt nicht so oft vor, dass ich DVDs erstellen muss und ich vergesse schon mal einige Kniffe, wenn die letzte Aktion mehr als ein halbes Jahr zurückliegt.

1. Schneiden

Die von der Dreambox auf den Rechner abgeladenen maximal 1 GByte großen Transportstream-Dateien werden mit einem Java-Programm aus "Project X" (sourceforge.net ...) von Werbung befreit und in Tonspuren und Videostreams getrennt. Diese Streams werden jeweils in EINER Datei abgespeichert. Die Video-Datei ist dann normalerweise ca. 4 GByte groß. Das geht deshalb nicht auf einem FAT-Dateisystem. Im Prinzip muss die Trennung der Streams vielleicht nicht sein, unter Linux mit den derzeit verfügbaren Programmen aber schon. Mit anderen Verfahren hatte ich immer wieder Synchronisierungsprobleme zwischen Bild und Ton. Ich muss mich nicht um 1 GByte-Grenzen kümmern, das macht später schon das Programm dvdauthor.

2. Neu verflechten

Mit dem Programm mplex wird eine ca. 4GByte große MPEG2-Datei erzeugt, und zwar so:

mplex -f 8 -o OutputDateiname.mpeg2 *.m2v *.ac3 *.mp2

Mit -f 8 gibt man dem Programm mplex an, dass man MPEG2 für DVD will. Dann kommt der Name der Zieldatei, die im Hinblick auf den Einsatz mit Qdvdauthor unbedingt die Endung .mpeg2 haben sollte. Es folgen die Namen der Video- und Audiostreamdateien. Wenn es die Umstände erlauben, kürze ich mit Sternchen ab.

Die vorher mühsam getrennten Streams werden also jetzt wieder zusammengefügt. Aus Mangel an Equipment kann ich den AC3-Ton der selbstgebrannten DVD übrigens nicht testen.

3. Startmenü erzeugen

Nun wird mit Qdvdauthor bei Bedarf ein Startmenü erzeugt. Qdvdauthor hat einige Bugs:

Ich hatte keinen Erfolg, das Abspielen mehrer Dateien unter einem Menüeintrag zu erreichen. Qdvdauthor ist eine GUI-Anwendung, die im wesentlichen eine XML-Steuerdatei für das Kommandozeilenprogramm dvdauthor erzeugt, in dem das Knowhow der Opensource-Welt zum Ansteuern von DVD-Spielern (incl. Bytecode-Programmierung für Menüs und Steuerung) konzentriert ist. Die von qdvdauthor erzeugte XML-Steuerdatei enthielt die Dateien offensichtlich nicht in der richtigen Reihenfolge und ich konnte das mit GUI-Mitteln auch nicht ändern. Evtl. hätte man das aber mit einem Texteditor reparieren können.

Anstatt mit Qdvdauthor bzw. mit Ddvstyler kann man auch eine einfache Steuerdatei mit dem Programm Devede erzeugen. Evtl kann Devede mehr, als ich gestern erkannt habe.

Tipp: Hat man schon fertige MPEG2-Dateien, muss man das Devede explizit mitteilen.

4. Brennen

Sowohl Devede als auch Qdvdauthor bieten an, die folgenden Schritte zu automatisieren:

  1. Erzeugen der DVD-Dateistruktur auf der Festplatte mit dem Kommandozeilenprogram dvdauthor
  2. Erzeugen eines DVD-Images mit Growisofs oder mkisofs mit den richtigen Parametern oder optional
  3. sofortiges Brennen der DVD
Tipp: Brennprogramme reagieren evtl. empfindlich auf zu experimentelle Linux-Kernel, also lieber brav den Kernel der Ubuntu-Distibution nehmen, bevor gebrannt wird. Natürlich muss dann vor dem Neustart des Rechners ein DVD-Image in einen nichtflüchtigen Festplattenbereich kopiert werden.

Ich sage nicht, wie ich darauf komme :-) !